Ein „Fast-Trainer“ trainiert fremd

Trainer-C-Praktikum bei den PSV-Tauchern

Seit einigen Jahren bin ich in der TGS, als ausführender Trainer im Wechsel mit ein paar anderen Vereinskameraden für die Trainingsgestaltung mitverantwortlich. Ohne jegliche Vorbildung auf diesem Gebiet habe ich die Trainingsstunden mit den Übungen gefüllt, die ich mir bei den anderen abgeschaut hatte. Groß rumgemotzt hat niemand über mein Training, was ja im Schwabenland schon „Lob genug“ ist. Nach und nach reifte bei mir der Gedanke, dass ich doch den Trainerschein machen könnte. Im Sommer 2013 habe ich mich zum Trainer-C-Lehrgang des WLT angemeldet und schon im Herbst fand die erste Ausbildungswoche an der Sportschule in Albstadt statt. Ein bunter Haufen von 15 Leuten, männlich/weiblich gemischt und altersmäßig von Mitte 20 bis Mitte 50, verbrachte gemeinsam die Seminarstunden im Hörsaal und schwitzte bei den praktischen Trainingseinheiten im Hallenbad und in der Sporthalle. Bei den Mahlzeiten und den abendlichen Diskussionen in der Sportlerklause hatten wir Zeit, uns näher kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Angehende Trainer-C des WLT müssen zusätzlich zu den Modulen an der Sportschule auch selbst aktiv werden in Form von Hospitationen und Praktika. Diese Hospitationen und Praktika dienen dem Sammeln von Erfahrungen und sollten daher in anderen als dem Heimatverein absolviert werden. Es bot sich an, beim PSV nachzufragen. Den ersten Kontakt konnte ich während des Sommerfestes der PSV-Taucher knüpfen, da ich zufällig an diesem Tag zum Flaschen füllen am Kompressor war. Am 1. September durfte ich am Training im Heslacher Hallenbad teilnehmen, um dann eine Woche später dieses Training zu leiten.

Ungewöhnlich ist die Aufteilung des Hallenbadtrainings in verschiedene Trainingsgruppen. Dadurch können unterschiedliche Trainingsinhalte an einem Abend angeboten werden und die Trainingswilligen können sich raussuchen, was ihnen liegt. Für mich als Trainer war auch der Wechsel vom Sprungbecken in das Schwimmerbecken in der Mitte des Trainings ungewöhnlich. Zum Glück hatte ich mir die Gepflogenheiten der PSV-Taucher vor dem eigentlichen Praktikum anschauen können und wusste, was auf mich zukommt.

Mein Training am 8. September war gut besucht. Im Sprungbecken erfolgte eine kurze Erwärmung und anschließend Schwimm- und Abtauchübungen mit und ohne Partner bzw. in der Gruppe. Im Schwimmerbecken habe ich dann die Geschicklichkeit der PSV-Taucher gefordert. Mit Löffel, Tischtennisbällen und Golfbällen wurde während des Schwimmens und später auch abgetaucht balanciert. Ich war froh und glücklich, dass alle so gut mitgemacht haben.

Während des Nachtrainings beim „Griechen“ habe ich noch einige Tipps für meine künftige Trainerarbeit mitnehmen können. Ich danke dem PSV, sowie seinen Tauchlehrern und Mitgliedern, die an meinem Training teilgenommen haben, für ihre Unterstützung!

Updated: 21. August 2017 — 12:46

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