TGS – Divelog

Auf der Suche nach (für mich) neuen Tauchplätzen war ich Mitte Oktober mit Gunnar unterwegs zum Sinninger See. Für die Tauch-Veteranen unter Euch sicher nichts Neues. Der Sinninger See liegt etwa in der Mitte zwischen Ulm und Memmingen. Kurz nach 9 Uhr sind wir in Altbach gestartet. Unterwegs war es mal
neblig, mal sonnig. Die 6 Euro Tauchgebühr haben wir in Sinningen in den dafür vorgesehenen Briefkasten eingeworfen und dafür unsere Tauchgenehmigung erhalten, die im Auto auszulegen ist.

Am See war schon jede Menge los. Geschätzte 15 bis 20 Taucher bereiteten sich zum Tauchen vor oder hatten bereits den ersten Tauchgang hinter sich. Für den ersten Tauchgang hatten wir uns die Route, die auf der Illerhecht-Homepage (www.illerhecht.de) vorgeschlagen wird vorgenommen: 150° zum „Boiner Joe“ und zum „Telefon“, dann weiter auf 120° in Richtung „Schatzkiste“.

Keine dieser „Sehenswürdigkeiten“ konnten wir finden. Es kommt wohl auch darauf an, von wo genau man den Tauchgang startet. Immerhin hatten wir super Sicht, so zwischen 3 und 10 Meter. Ich würde sogar sagen, an manchen Stellen war es noch mehr. Dann stießen wir auf ein „Alien“. Das war natürlich ein super Fotomotiv: „Gunnar und das Alien“. Einen recht großen Hecht haben wir zwischen Armleuchteralgen gesehen. Aber der „feige Hund“ wollte nicht für ein ordentliches Foto posieren und war natürlich schneller als wir. Als ich bei 100 bar war drehten wir um. Nach 43 Minuten waren wir wieder an Land. Weitere Tauchgruppen hatten den Parkplatz besiedelt. Wieder in Zivilkleidung haben wir uns auf Futtersuche begeben. Das Restaurant am Campingplatz war leider geschlossen. Dank Navi hatten wir aber schnell eine
Alternative: der Landgasthof in Kirchberg. Kann man wirklich empfehlen.

Gegen 14:30 Uhr haben wir die Vorbereitungen für den 2. TG begonnen. Diesmal habe ich die Führung übernommen um mich ein wenig in Gruppenführung zu üben. Aber auch das „Floß“, was auf 90° liegen soll haben wir nicht gefunden. Wir sind also „gerade rüber“ getaucht, was der 90°-Richtung entspricht. Zielgenau
haben wir dann eine Bojenkette oder ähnliches gefunden, die wir aber gar nicht gesucht hatten. Die Kette stand senkrecht im Wasser und wir waren auf 6 oder 7m. Was oben dran hing konnten wir nicht sehen.

Weiter getaucht sind wir dann Richtung Norden, immer entlang der „Sinninger Steilwand“ an der östlichen
Uferböschung. Für so eine flachen See ist das wirklich sehenswert. 100 bar war wieder das Zeichen für den Rückzug: 270° in Richtung westliches Ufer. Auf dem Rückweg wurde es zunehmend trüber. Die vielen Taucher an diesem Tag machten sich doch bemerkbar. 2…3 m Sicht waren es aber trotzdem immer. Ca. 15 m vor unserer Einstiegsstelle sind wir dann wieder aufgetaucht. Für einen Tag mitten im Oktober waren es wirklich super Tauchbedingungen.

Wassertemperatur an der Oberfläche 13°C und bei 10 m Tiefe waren es 11°C. Mit einem guten Halbtrocken-Anzug (7mm + Eisweste) ist das kein Problem. Die Rückfahrt verlief trotz angekündigter Verkehrsstockung recht problemlos und staufrei. Dieser See wird mich im nächsten Jahr sicher wiedersehen.

Updated: 8. August 2017 — 12:13
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